Samstag, 21. April 2018

Zweifarbiger Schokoladenaufstrich mit Knusperstückchen

Was Aufstriche angeht, bin ich ja etwas schüchtern...bei mir wollen die sich einfach nie hübsch im Glas anrichten lassen! Egal ob mit Spritztülle oder Trichter - im letzten Moment macht der Aufstrich Terz und hinterlässt eine mordsmäßige Schliere am Glas. Oder die Konsistenz gibt es einfach nicht her, dass sich der Aufstrich frei von Luftblasen einfüllen lässt. 
Aber na ja, ich sag jetzt einfach mal: Hauptsache es schmeckt ¯\_(ツ)_/¯
Und dieser Aufstrich schmeckt!🤤 Nicht zu süß, cremig und mit ein bisschen was zu knuspern. Zusätzlicher Zucker kommt hier auch nicht hinein, die Schokolade bringt ja schon genug mit sich, denke ich mir. Die Cremigkeit gelingt durch Frischkäse im Verhältnis 1:1 zur Schokolade. Den Knusper-Kick bietet die Erdbeerstückchen in der hellen Creme und die Kakao Nibs in der dunklen Creme. Hier könnt ihr übrigens zwischen Vollmilch-und Zartbitterschokolade wählen - erlaubt ist wie immer was schmeckt! Zarbitterschokolade macht einen stärkeren Kontrast und ist weniger süß im Gegensatz zur Vollmilchschokolade.
Zutaten für ein großes Glas
Für die helle Creme: 
100 g hochwertige weiße Schokolade mit Erdbeerstückchen 
1 TL Vanilleextrakt 
100 g Frischkäse natur 
10 g Butter 

Für die dunkle Creme: 
100 g hochwertige Zartbitter-oder Vollmilchschokolade 
2 EL Kakao Nibs 
100 g Frischkäse natur
20 g Butter
 
Zubereitung:
Weiße Schokolade im Wasserbad mit 10 g Butter schmelzen. Die flüssige und nicht zu heiße Schokolade mit 100 g Frischkäse und dem Vanilleextrakt verquirlen.

Nun die dunkle Schokolade mit 20 g Butter im Wasserbad schmelzen, sobald diese flüssig ist wieder mit 100 g Frischkäse verrühren, zuletzt die Kakao Nibs untermengen.

Abwechselnd die helle und die dunkle Creme in ein Glas mit Schraubverschluss schichten. Die Creme kann sofort verzehrt werden.

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Sonntag, 15. April 2018

Limburgse appelvlaai [Werbung]

Limburgse Vlaai - ich liebe ja die landestypischen Bezeichnungen für Gebäcke!😀 Ähnlich wie schwedischer Kladdkaka (Schokokuchen), italienische Ricciarelli (Mandel-Eiweißgebäck) oder Fiorella (Grießkuchen mit Mascarpone und Orangensirup), Norwegische Skoleboller (Hefebatzen mit Vanillecreme obendrauf), Osterchuechli aus der Schweiz und Ensaimadas de Mallorca.
Aber zurück zum Limburgse Vlaai. Wie man hört, kommt das Gebäck von unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Um das Gebäck nun kurz zu beschreiben: Hierbei handelt es ich um einen Hefekuchen mit Fruchtfüllung. Diese kann je nach Saison und Vorliebe sehr anders ausfallen von abrikozen (Aprikosen) über kersen (Kirschen) bis hin zu pruimen (Pflaumen). Und natuurlijk met apples! Optisch kommte meistens ein Teiggitter drauf.
Dafür habe ich diesen Gitterroller von Westmark verwendet. Alternativ kann man auch Teigstreifen schneiden und diese über die Apfelmasse flechten, was ich aber etwas umständlich finde bzw. bei mir wahrscheinlich auch sehr ungleichmäßig sein würde ;)
Zutaten für eine 24-28er Form
Für den Hefeteig:
250 g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
35 g Zucker
1 Prise Salz
50 g flüssige Butter 
125 ml Milch
1 kleiner Schuss Öl

Für die Füllung:
5 Äpfel
ca. 250-300 ml Apfelsaft
1 Pck. Puddingpulver oder 30 g Stärke mit etwas Vanille
1 Msp Zimt

Zubereitung:
Für den Hefeteig Mehl mit Zucker, Salz und Trockenhefe mischen. Milch, flüssige Butter und Öl zufügen und mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Den Hefeteig 30 Minuten gehen lassen, vorzugsweise an einem warmen Ort.

Währenddessen die Füllung zubereiten: Dafür  Die Äpfel waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und den Apfel in kleine Stückchen schneiden. Die Äpfel und den Apfelsaft in einen Kochtopf geben und einige MInuten lang weich kochen, Zimt und Zucker zufügen. Puddingpulver oder Stärke mit etwas mehr Apfelsaft glattrühren. Die Stärke portionsweise zu den gedünsteten Äpfeln geben und einrühren. Die Masse sollte gut angedickt sein. Falls die Masse nachher doch zu flüssig sein sollte, mit etwas Haferflocken oder Haferkleie andicken. 

 2/3 des Hefeteiges auf einer bemehlten Fläche ausrollen, etwas auf die Größe der Form. Ein kleiner Rand sollte bleiben. Auf den Boden nun die angedickten Äpfel geben und glattstreichen. Das letzte Drittel des Teiges ausrollen und mit dem Gitterroller darüberfahren, sodass das typische Muster entsteht. Dieses vorsichtig anheben und über die Apfelfüllung legen, Überschüssige Ränder abschneiden. Im Ofen bei 180° Ober-/Unterhitze für 20 Minuten backen und am besten noch warm genießen. Dazu passt Schlagsahne oder Vanilleeis.
 
Das Produkt Gitterroller wurde mir von Westmark kostenlos zu Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt.

Mittwoch, 11. April 2018

Schaumrollen mit westfälischer Herrencreme [Werbung]

Hände hoch, wer kennt Schaumrollen?
Ich finde, so richtige Klassiker auf der Kuchentafel gehen in der heutigen Zeit von Cupcakes, Naked Cakes und Clean Eating-Kram ganz gern mal unter. Und auch wenn ich gerne mit neuen Zutaten und Formen experimentiere - ein Herz für Klassiker habe ich dennoch!

Damit die Schaumrollen auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen bei den Gästen, ist die Füllung gewissenhaft auszuwählen, finde ich 🤓
Und weil ich noch etwas verzaubert war von der westfälischen Herrencreme, die es bei er Pottkieker-Aktion von Salzig Süß Lecker gab, habe ich diese als Füllung genommen. Für die, denen westfälische Herrencreme nicht sagt: Darunter versteht man einen Vanillepudding, unter den Schokoraspel und geschlagene Sahne gehoben wird und ein bisschen Rum für den gewissen Hicks :D Sehr deliziös sag ich nur! Damit man die Masse gut spritzen kann, muss man einen festeren Pudding kochen (also weniger Milch) und nicht zu viel geschlagene Sahne verwenden. Bei mir war die Füllung so knapp an der Grenze (was die Konsistenz angeht), wie man auf den Fotos erkennen mag, aber im Rezept habe ich schon die optimierten Mengenangaben aufgeführt! 
Für diese Schaumrollen habe ich die Formen von Westmark verwendet. Wie ihr seht, sind in einem Paket gleich vier Stück enthalten, sodass man das Rezept hier easy in zwei kurzen Backofeneinheiten abbacken kann (jeweils 15 Minuten). In der nächsten Zeit stelle ich Euch noch ein Rezept für Cannoli alla siciliana vor, welche ich auch mithilfe dieser Schaumrollen-Formen gebacken habe. Beide Teige ließen sich prima von den Rollen ablösen nach dem Backen, sodass nichts vom Gebäck abgebrochen ist o.ä.


Zutaten für acht Schaumrollen:
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
etwas Öl zum Einfetten der Schaumrollen

Für die Westfälische Herrencreme-Füllung
400 ml Milch
1 Pck. Puddingpulver Vanille
30 g Zucker
100 g Sahne
3 EL Schokoraspel

Außerdem: Schaumrollen-Formen 

Zubereitung
Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Blätterteig entrollen, Schaumrollen-Formen mit etwas Öl einpinseln. Den Blätterteig in 1-2 cm breite Streifen schneiden. Jeweils ein Streifen nehmen und in überlappend auf die Schaumrollen aufwickeln. Der Teig sollte keineswegs über die Förmchen hinausgehen, da sie sich sonst später schwerer ablösen lassen. Die Rollen 15 Minuten backen. Die Schaumrollen noch heiß von der Rolle lösen.
Für die Füllung einen Pudding kochen. Dafür Puddingpulver mit Zucker und etwas Milch glattrühren. Die restliche Milch im Topf aufkochen, dann die glattgerührte Stärkemasse unterrühren und den Pudding andicken lassen. Während der Pudding abkühlt die Sahne steif schlagen. Schokoraspel und Sahne unter den abgekühlten (!) Pudding heben. Die Masse in eine Spritztülle füllen und in die Schaumrollen spritzen. Das Gebäck sollte sofort verzehrt werden, da der Blätterteig sonst weich wird.
Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.


Das Produkt Schaumrollen-Formen wurde mir von Westmark kostenlos zu Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt.

Sonntag, 8. April 2018

Triple Chocolate Muffins mit Mandelöl [Alternative Mehle und Öle]

Heute kommt der letzte Teil meiner Reihe "Backen mit alternative Mehlen und Ölen" . Und weil es die vergangenen Tage mit Chia-Weckerl und den herzhaften Kartoffel-Kürbiskern-Muffins schon ziemlich gesund war, darf es heute etwas sündhaft sein: Es gibt Muffins mit dreifach Schokolade - Triple Chocolate Muffins also! Der Twist ist hierbei, dass in den Teig (immerhin) keine Butter kommt, sondern Mandelöl. Dieses hat mir die Fandler Ölmühle ebenfalls zugeschickt.Während ich die vorherigen Rezepte von ihnen übernommen habe, ist dieses wieder ein eigens von mir entwickeltes Rezept :)

Zum Produkt Mandelöl
Ebenso wie die anderen Pflanzenöle der Fandler Ölmühle ist auch das Mandelöl nativ, d.h. kaltgepresst. Es besteht zum Großteil aus einfach ungesättigten Fettsäuren (62 %). Danach folgen mehrfach ungesättigte Fettsäuren (27 %) und gesättigte Fettsäuren (11 %). Omega-3-Fettsäuren hat es ebenfalls zu bieten, allerdings "nur" 1 g. An Nährstoffen hat die Mandel vor allem Magensium, Kupfer und Calcium zu bieten, sowie die Vitamine B1 und B2 als auch Vitamin E. Täglich eine Hand voll Mandeln ist gut für den Stoffwechsel, beugt Diabetes vor und außerdem sättigen sie gut und sind ein natürlicher Snack für zwischendurch.
 Für dieses Öl werden nur blanchierte und gehäutete Süßmandeln aus biologischen Anbau verwendet. Das Mandeöl passt wie andere native Öle auch gut als Dressing für einen Salat, als Topping für eine leckere Suppe und natürlich auch zu Süßspeisen wie Cremes. 
Zu den Triple Chocolate Muffins
Es gibt schon einige Schokoladenkuchenrezepte hier auf dem Blog...
Aber mal ehrlich: Kann man je genug Schokoladenkuchenrezepte haben? Es gibt immer ein paar Feinheiten - die mal größer und mal kleiner sind - wodurch der Kuchen komplett anders werden könnte. Dem Mandelöl habe ich solch eine charakteristische Eigenschaft zugetraut und es deshalb mit Schokolade kombiniert und als Muffins verpackt!
 Die Muffins schmecken herrlich schokoladig (Kakao und Schokolade kommen hier ja zum Einsatz) und sehr angenehm nach Mandeln bzw. Marzipan. Die weiße Schokolade ist beim Backvorgang übrigens etwas braun geworden, sieht schon ein wenig nach Karamellstückchen aus - ist aber weiße Schoki!
Zutaten für 12 Stück Triple Chocolate Muffins mit Mandelöl:
2 Eier
100 g Rohrzucker
50 g Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt
200 g Creme Fraiche (alternativ Schmand)
160 g Dinkelmehl Typ 630
1 leicht gehäufter TL Backpulver
1 gestrichener TL Natron
1 Prise Salz
75 g Vollmilchschokolade
75 g Zartbitterschokolade
75 g weiße Schokolade

Zubereitung:
Eier aufschlagen und den Zucker dabei einrieseln lassen. Das Öl unterrühren, anschließend die Creme Fraiche. Die trockenen Zutaten (Mehl, Salz, Natron und Backpulver) mischen und ganz kurz mit unter die feuchten Zutaten rühren. Den Rest mit dem Teigschaber unterheben. Zuletzt die Schokolade hacken und alles bis auf einen kleinen Teil unterheben. Muffinformen mit Papierförmchen auskleiden und den Teig auf 12 Mulden aufteilen. Die restliche gehackte Schokolade obendrauf streuen. Im Ofen bei 180° Ober-/Unterhitze für 20-25 Minuten backen.
Schmecken sowohl frisch als auch am nächsten Tag. Aufbewahrung vorzugsweise im Kühlschrank!


Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Fandler Ölmühle, die mir einige ihrer Produkte zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür! Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt.
 
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Freitag, 6. April 2018

Marmor-Gugelhupf mit Mohnöl [Alternative Mehle und Öle]

Heute zeige ich Euch das nächste Rezept, welches ich aus einem der Produkte gebacken habe, welches mir die Fandler Ölmühle zugesandt hat. Nach Chia-und Kürbiskernmehl, kommt heute ein Öl dran! Genauer gesagt das Mohnöl. Dieses hat vielerlei Verwendungsmöglichkeiten, u.a. passt es hervorragend zu herzhaften Gerichten wie Spargel mit Büffelmozzarella aber auch zu süßen Gerichten wie Mohnnudeln, Parfaits und Palatschinken. 

Zu dem Marmor-Gugelhupf mit Mohnöl
Weil ich Kuchen ganz gerne mag (😉), habe ich mich für einen Marmor-Gugelhupf entschieden, der anstelle von Butter mit dem Mohnöl gemacht wird. Schon der rohe Kuchenteig hatte ein tolles Mohn-Aroma - intensiv, aber nicht penetrant. Auch im gebackenen Zustand duftete der Kuchen angenehm nach Mohn. Geschmacklich ebenso. Und das Gute: Man hat nach dem Verzehr keine Mohnsamen zwischen den Zähnen 😉

Das Rezept habe ich wie bei den Chia-Weckerln auch schon von Fandler so übernommen.
Zum Produkt: Mohnöl
In diesem Kuchenrezept ersetzt das Mohnöl die Butter. Der Vorteil gegenüber diesem tierisches Fett ist das Fettsäuremuster. Während Butter aus überwiegend gesättigten Fettsäuren besteht, besteht Mohnöl zu 2/3 aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Danach kommen die einfach ungesättigten und anschließend ein kleiner Teil gesättigte Fettsäuren. Für unseren Körper sind die ungesättigten weitaus wertvoller, da der Körper diese nicht selbstherstellen kann, sie aber dennoch notwendig sind für den Organismus. Zudem nehmen wir mit unserer heutigen Ernährung ohnehin zu viele gesättigte Fettsäuren auf (insbesondere duch Wurstwaren, Milchprodukte wie Käse und Süßigkeiten).
Das Öl ist in Bio-Qualität und kaltgepresst. Kaltgepresste Öle setzt man vorwiegend in der kalten Küche ein, damit die Inhaltsstoffe durch die Hitzeeinwirkung nicht verloren gehen. Deshalb eignen sich diese alternativen Pflanzenöle gut für Salat-Dressings. Aber auch über ein frisch gekochtes Risotto machen sich ein paar Tropfen Mohnöl gut!
Zutaten für einen kleinen Gugelhupf:
2 Eier
125 g Zucker
1/2 Pck. Vanillezucker
65 ml Wasser
125 g Dinkelmehl Typ 630
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für den dunklen Teig:
20 g Kakao
1 kleiner Schuss Wasser

Zubereitung:
Eier trennen, Eiweiß mit Salz zu Eischnee aufschlagen. Eigelb und Zucker verrühren. Mohnöl und Wasser zufügen, ebenso das Mehl (vorher mit Backpulver mischen) kurz unterrühren. Zuletzt den Eischnee unterheben. 2/3 des Teiges in die gefettete und mit Paniermehl oder Grieß ausgestreute Gugelhupfform füllen. Zu dem letzten Drittel den Kakao zufügen und den dunklen Teig auf den hellen gießen. Eine Gabel mehrmals durch den rohen Teig ziehen, sodass das typische Marmormuster entsteht. Bei 180° C Ober-/Unterhitze für ca. 35 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen.
*Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Fandler Ölmühle, die mir einige Produkte aus ihrem Sortiment zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür! Meine Meinung bleibt davon unberührt. 

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Mittwoch, 4. April 2018

Kartoffel-Kürbiskern-Muffins mit Hanföl [Alternative Mehl & Öle]

Nach den Brötchen mit Chiamehl widmen wir uns heute Muffins mit Kürbiskernmehl und Hanföl. Beide Produkte wurden mir von der Fandler Ölmühle aus der Steiermark  zugeschickt, sodass ich mich mit alternativen Mehlsorten und Ölen herum experimentieren kann. Wie bei den vorherigem Rezept auch, war ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Im Gegensatz zu Weizen und Dinkel verhalten sich diese glutenfreien Mehle mit sehr wenig Kohlenhydraten, dafür mehr Fett, Eiweiß und Ballaststoffen sehr unterschiedlich beim Backen.
Zu dem Produkt Kürbiskernmehl
Das Kürbiskernmehl enthält 380 Kcal pro 100 g. Im Gegensatz zu Weizenmehl mit 76 g Kohlenhydraten pro 100 g, enthält das Kürbiskernmehl nur 5,2 g. Stattdessen ist es randvoll mit Proteinen (55 %) und enthält zudem viele Ballaststoffe (ca. 15 %). Die knapp 13 % Fett, die in den Kürbiskernen stecken, verteilen sich überwiegend auf die ungesättigte Fettsäuren. Lediglich 2,5 g sind gesättigte Fettsäuren. Ebenso sieht man mit einem Blick auf die Nährwertangaben, dass 5 g Salz auf 100 g Produkt entfallen. Hierbei handelt es sich aber um das Salz, welches natürlicherweise in den Kürbiskernen enthalten ist, kein zugefügtes. An Nährstoffen hat dieser Kern vor allem Magnesium zu bieten. Auch Kalium, Zink und Kupfer sind vorzufinden. Wie alle anderen Mehle der Fandler Ölmühle ist auch dieses Mehl glutenfrei, eignet sich dennoch für die Bindung von Saucen und Suppen.
Zu dem Produkt Hanföl
Das Hanföl enthält gerade einmal 10 % gesättigte Fettsäuren, der Rest verteilt sich auf einfach (13%) und mehrfach ungesättigte (77%) Fettsäuren. Darunter fallen 21 g Omega-3-Fettsäuren. Wie andere kaltgepresste und native Pflanzenöle sollte man sie nicht zum Braten oder Frittieren nehmen, sondern sie für kalte Gerichte verwenden, wie z.B. Salatdressings oder als Topping über die fertig gekochte Suppe. Oder wie in diesem Fall zum Backen.
Zu den Kartoffel-Kürbiskernmehl-Muffins mit Hanföl:
Die Brötchen sind trotz relativ langer Backzeit kein bisschen trocken (bei mir waren sie nach angegeben Backzeit noch nicht gar, aber das liegt ja immer an den jeweiligen Ofen und auch die verwendete Form). Stattdessen sind sie innendrin weich uns samtig (dank der Kartoffeln und dem Ei), die Krumme ist knusprig, was ein toller Kontrast zum Innenleben der Muffins. Optisch sieht man den kleinen Broten an, dass dort Kürbiskernmehl verarbeitet ist. Sowohl diesen Geschmack als auch das Hanföl kann man herausschmecken, ist aber nicht penetrant, sondern angenehm und interessant. Das Hanföl duftet am stärksten im noch rohen Teig, der Geruch ist aber durchaus lecker.


Für die vegane Variante würde ich die Milch gegen Wasser austauschen und das Ei weglassen. Das sollte auch funktionieren.

Zutaten für 5 Stück:
60 g Dinkelmehl Typ 630
1 Pck. Trockenhefe
100 ml Milch (oder Wasser)
300 g gekochte und gestampfte Kartoffeln 
Salz & Pfeffer
1 Ei

Kürbiskerne zum Bestreuen

Zubereitung:
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Anschließend Hanföl, Ei und Milch zufügen sowie die gestampften Kartoffeln. Alles mit einem Knethaken oder den Händen verkneten. Den Teig auf fünf Muffinformen aufteilen und einigen Kürbiskernen bestreuen. Bei 180°C Ober-/Unterhitze für 30 Minuten backen. Anschließend aus der Form holen und weitere 10 MInuten backen. Außen sollen die Muffins etwas hohl klingen und am Stäbchen darf kein Teig drankleben.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Fandler Ölmühle, die mir einige ihrer Produkte zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung bleibt davon jedoch unberührt.
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