Mittwoch, 13. Dezember 2017

Kein Weihnachten ohne...Heidesand!

Immer wenn ich zum Jahresende hin Heidesand backe...also nein, eigentlich wenn ich von meiner Familie gefragt werde, wann ich mit der Weihnachtsbäckerei beginnen möchte und ich darauf frage, mit welchen Sorten ich anfangen soll, kommt postwendend die einstimmige Antwort "Heidesand"!
Und darauf folgt die Story, die keine ist: Als Kind durfte ich nämlich eine lange Zeit lang keine Eier essen, keine Milchprodukte, am besten auch kein Weizenmehl...tja, da muss man als Mutter schon mal die Plätzchenrezepe etwas optimieren. In meinem Fall waren das dann Heidesand ohne Ei. Die hat meine Mutter nur für mich gebacken. Für den Rest der Familie gab es Heidesand mit Ei. Das Ende vom Lied? Ich habe meine Spezial-Heidesand verschmäht, während meine Familie sie restlos weggeputzt hat. Sie mochten meine Sorte lieber, ich ihre. Wahrscheinlich hat meine Mutter schon im Jahr darauf nur noch das Heidesand-Rezept ohne Ei gebacken. Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass ich Heidesand irgendwann nochmal mit Ei gegessen habe. Und von daher gibt es heute ein Heidesand-Rezept ohne Ei. Auch sonst sind nur sehr wenige Zutaten von Nöten für diesen Klassiker in unserer Familie. Schaut Euch die Zutatenliste ruhig an!
 
Zutaten für ein Blech voll Heidesand:
125 g Butter
125 g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
190 g Dinkelmehl

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu ein oder zwei Rollen formen und in Frischhaltefolie einwickeln. Die Teigrollen ca. 1 Stunde im Kühlschrank parken. Ein Blech mit Backpapier belegen, den Ofen auf 175° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teigrollen mit einem Messer in Scheiben schneiden, ca. 1 cm oder wie dick ihr die Kekse nachher haben möchtet. Die Plätzchen mit ein wenig Abstand auf das Backblech setzen und im Ofen 15-20 Minuten backen. 
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Sonntag, 10. Dezember 2017

Kipferl-Käsekuchen mit Apfel-Birnenkompott & Erdmandeln

Einen happy zweiten Advent euch allen!

Jedes Jahr ein neues Kipferl-Rezept. So erscheint es mir, wenn ich mir die Posts aus den vergangenen Jahre ansehe. Neben Walnuss-Kipferl tummeln sich hier auch Zimtkipferl und Kürbiskernkipferl. Und dieses Jahr? 

Dieses Jahr gibt es Erdmandel-Kipferl mit Vanille!
Und das als Käsekuchen mit Apfel-Birnenkompott. Wer möchte ein Stück? 
Ein Teil der Kipferl dient hier dem Keksboden des Kipferl-Käsekuchens. Natürlich könnt ihr aber auch "normale" Kipfer nehmen, egal ob selbstgemacht oder gekauft.Die Kekse zerkrümmelt ihr gut. vermischt sie mit Butter und schon habt ihr den Boden hergestellt. Den drückt ihr in eine Springform und obendrauf kommt die Käsekuchencreme. Ab damit in den Ofen und währenddessen flugs das Apfel-Binenkompott herstellen.
Fertig ist das zweite Advent-Küchlein für den Nachmittagskaffee!
Zutaten für die Vanillekipferl mit Erdmandeln:
280 g Dinkelmehl Typ 630
1 Msp Backpulver
1 Prise Salz
 Mark von zwei Vanilleschoten
70 g Puderzucker
210 g weiche Butter 
100 g gemahlene und geröstete Erdmandeln

 Zutaten für einen Kipferl-Käsekuchen á 26 cm Durchmesser
Für den Keksteig:
180 g Vanillekipferl
50 g Butter, geschmolzen

Käsekuchenmasse:
400 g Schmand
200 g Sahne, steif geschlagen
2 Eier
1 Pck. Vanillepuddingpulver
80 g Zucker 
1 TL Vanilleextrakt

Birnen-Apfelkompott:
2 Birnen
2 Äpfel
1/2 Pck. Vanillepuddingpulver (+ etwas Wasser)
1 EL Rohrzucker

Zubereitung
Für die Kipferl:
Zuerst Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Das Mark der Vanilleschoten auskratzen und mit den gemahlenen Erdmandeln und dem Puderzucker dazugeben und mischen. Zuletzt die Butter zufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Aus dem Teig Kipferl formen. Dafür kleine Portionen vom Teig abnehmen und zwischen den Händen zu dünnen Rollen rollen. Diese anschließend biegen, sodass ein Hörnchen entsteht. Die fertig geformten Kipferl bei 160° C Ober-/Unterhitze für 12-15 Minuten. Einen großen Teller mit etwas Puderzucker/Vanillezucker bestäuben und die Kipferl vorsichtig vom Blech lösen und in den Zucker setzen. Mit weiteren Zucker bestreuen.

Für den Kipferl-Kuchen:
Die Kipferl mit einem Nudelholz kurz und klein schlagen. Mit einem Esslöffel die flüssige Butter unter die Brösel  mengen. Springform mit Backpapier auslegen, fetten und den Teig in die Form pressen, sodass ein fester Boden ensteht. Bis zur weiteren Verwendung kaltstellen.

Für den Käsekuchen:
Sahne steifschlagen. In einer anderen Schüssel Schmand, Eier, Puddingpulver, Zucker und Vanilleextrakt verrühren. Die Sahne unterheben.
Diese Masse auf den Keksboden gießen. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober-/Unterhitze für 35 Minuten backen. Im ausgeschalteten Ofen bei halboffener Tür herunterkühlen lassen. Anschließend im Kühlschrank weiter herunterkühlen.
Währendessen das Kompott zubereiten. Äpfel und Birnen schälen, das Kerngehäuse entfernen und alles in feine würfel schneiden.
Das Obst in einen kleinen Kochtopf geben, etwas Zitronensaft und Zucker zufügen und einige Minuten andünsten. Puddingpulver mit etwas Wasser glattühren und einrühren. Alles kurz hochkochen lassen, damit die Stärke andickt. Das Kompott abkühlen lassen und auf den Käsekuchen geben und glattstreichen.
Wer mag kann die Oberfläche des Kuchens noch mit ein paar Kipferl-Brösel bestreuen.
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Mittwoch, 6. Dezember 2017

Kein Weihnachten ohne...Schwarz-Weiß Gebäck!

Happy Nikolaus! Zeit für ein leckeres Plätzchenrezept, finde ich!

Da ist dieser Blog schon fünf Jahre alt und der Keks-Klassiker schlechthin in unserer Familie ist hier noch gar nicht drauf! Es gibt in unserer Familie übrigens nicht nur einen Keks-Klassiker, eher drei: Spritzgebäck, Heidesand und das Schwarz-Weiß-Gebäck! Ach ja, und Vanillekipferl natürlich! Und Lebkuchen! Hmmm jaaa, also ein paar mehr schon ;)

Das Schwarz-Weiß-Gebäck ist die Lieblingskekssorte meiner Mutter. Wenn ich die Weihnachtsbäckerei-Saison einläute und eine kurze Umfrage in meiner Familie starte, kommt wie aus der Pistole gestoßen: Schwarz-Weiß-Kekse!
Bei uns in der Familie sind da alle verrückt nach :)

Sie sind auch so wandelbar, was die Optik angeht. Ich habe euch unten mal ein paar Bilder aus den Vorjahren beigefügt, da habe ich sie meistens eingerollt. Dieses Jahr habe ich die beiden Teige miteinander verflochten. Schmeckt nochmal doppelt so gut! ;)
Na ja, ich will heute mal nicht so lang schnacken, habt ja schon lange genug aufs Rezepte gewartet! Es gibt eigentlich auch nicht viel zu den Keksen zu sagen, außer: Super Lecker! :))
Zutaten für 2 Bleche Schwarz-Weiß-Gebäck
Für den hellen Teig:
250 g Dinkelmehl
 TL Backpulver
1 Prise Salz
140 g Zucker
1 Ei
Mark einer Vanilleschote
1-2 TL Rum
125 g Butter

Für den dunklen Teig:
20 g Kakao
15 g Zucker
1 EL Milch

Zubereitung:
Alle Zutaten für den hellen Teig miteinander vermischen. Zuletzt das Ei und die Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Händen oder dem Knethaken verarbeiten. Etwa die Hälfte des Teiges abnehmen und Kakao, Zucker und Milch unterkneten. Beide Teige in Folie eingewickelt im Kühlschrank für knapp 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend immer wieder kleine Teigportionen abnehmen, sie zu sehr langen und dünnen Strängen formen und miteinander verdrehen. Den dabei entstandenen Strang nun zu einer Schnecke aufrollen oder als Stange aufs Blech setzen. Bei 175° Ober-/Unterhitze für 10-15 Minuten backen.
 




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Sonntag, 3. Dezember 2017

Bunt und schokoladig: Rentierkuchen!

Einen frohen ersten Advent, meine Lieben!🌲

Vorgestern habe ich euch das fabulöse Rezept für die Torta Formosa gezeigt und heute zeige euch, wie ihr sie weihnachtlich herrichten könnt. Nämlich zauberschön im Rentier-Look! Ich finde sie wirklich goldig und ich bin richtig stolz auf mich, dass die Dekoration so geklappt hat, wie ich es mir vorab vorgestellt habe :D

Zutaten:
Das Rezept für die Torta Formosa findet ihr hier.
 (Ich habe 7 Rentiere herausbekommen :)

Dekoration: 
12-14 Zuckeraugen
6-8 Smarties
12-14 Salzbrezeln
Zuckerguss zum Festkleben

Zubereitung:
Den Kuchen auskühlen lassen. Die einzelnen Komponenten wie Zuckeraugen, Smarties und Brezel mit etwas Zuckerguss an die betreffenden Stellen auf den Kuchen drapieren.
Fertig!

Rentier müde, Rentier schlafen...

Freitag, 1. Dezember 2017

Torta Formosa [Schokoladen-Tarte ohne Mehl]

 Heute wird es...uuuuuuultra schokoladig!
Schokoladenkuchen...hui, ich gestehe, die gibt es hier ganz regelmäßig in meiner petite Patisserie, aber welcher geistig gesunde Mensch ernährt sich ein Leben lang von immer denselben Schokokuchenrezept? Hm? Da müssen doch Veränderungen eintreten. Mindestens einmal im Jahr, ich empfehle öfter ;)
Und eine Ausrede, dieses kleine, italienische Schokoküchlein nicht zu backen - die akzeptiere ich ganz und gar nicht! Sie enthält nicht viele Zutaten, und die wenigen, die in diesem Kuchenprojekt involviert sind, haben mehr oder weniger backwütige Menschen stets daheim. Auch Sonntags. Und Schokolade! Schokolade hat man in der kalten Jahreszeit immer zu Hause, nicht wahr? Ansonsten sehe ich mich gezwungen, bei jeden Einzelnen von Euch daheim aufzukreuzen, um euch eine Tafel Schokolade in die Hand zu drücken!
Denn diese Schoko-Tarte ist so gut. Punkt.
Von der Konsistenz her ist es wie eine Mousse au Chocolat! Das verrückte ist in diesem Rezept das Mehl. Es existiert hier nämlich nicht. Und Mehl ist es was in Schokoladenkuchen sowieso nur sparsam zum Einsatz kommen sollte, weil den Kuchen unnötig schwer macht von der Konsistenz.

 Kinners, einfach direkt nachbacken, bitte!

Zutaten für eine Springform à 18 cm, ergibt 6-8 Stücke:
3 Eier, getrennt
100 g gute Zartbitterschokolade
75 g Butter
1 EL Milch
2 EL Zucker
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
 1 EL Vanillezucker
1 EL Rohrzucker
2 EL Stärke oder gemahlene Nüsse 

Zubereitung:
Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Schokolade schmelzen, Butter unterrühren, zum Schluss die Milch. In die warme (nicht zu heiße!) Schokolade einzeln die Eigelbe unterrühren. Anschließend Zimt, Zucker und Stärke bzw. Nüsse dazugeben. Zum Schluss mit einem Teigschaber den Eischnee unterheben.
Die Masse in eine gefettete Springform füllen und bei 170° Ober-/Unterhitze 20-25 Minuten backen. Ein Stäbchentest ist hier nicht unbedingt sinnvoll, weil das Innere nicht ganz fest wird bzw. erst beim Abkühlen. Meine Torta Formosa habe ich 22 Minuten gebacken und dann den Ofen ausgeschaltet, einige Minuten im geschlossenen Ofen stehen gelassen und dann bei geöffneter Tür herunterkühlen lassen. Beim Backen bildet sich eine Kuppel, die sinkt aber beim Abkühlen wieder ab. Das ist nich schlimm.

In den kommenden Tagen ich euch dann, wie ihr diesen Kuchen weihnachtlich ein bisschen aufpimpen könnt! Stay tuned, liebe Leser!
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Sonntag, 26. November 2017

Kakao-Sterne mit Erdmandeln & Datteln [Weihnachtskekse ohne Backen und in Gesund]

Auch wenn der Blog schon fast fünf Jahre existiert und ich seitdem einiges ausprobiert habe - rohköstlich-vegane Kekse haben es hier nicht nicht drauf geschafft! Das ändert sich aber mit dem heutigen Rezept! Ich bin so gespannt, ob es euch auch so gut gefällt wie mir :)
Die Kekse kommen ohne Mehl, Butter und Haushaltszucker aus. Gesüßt wird mit Dattelpüree, welches die Kekse auch zusammenhält. Die Basis bildet Erdmandelmehl. Ich verwende Erdmandelmehl, weil meine Schwester und ich normale Mandeln nicht vertragen. Ihr könnte gerne herkömmliche geriebene Mandeln nehmen - kein Problem.
Kokosmehl wandert auch noch hinein, mein liebstes Gewürz Zimt, sehr hochwertiger Vanilleextrakt, Kakao und ein bisschen Ahornsirup. On top kommt etwas Schokolade, Kakao Nibs und gefriergetrocknete Beeren. Erlaubt ist, was gefällt! Mir hat die Kombi mit den gefriergetrockneten Beeren super gut geschmeckt!
Wie das bei Raw Food so ist, werden die Kekse nicht gebacken. Ihr knete also den Teig, rollt ihn auch, nehmt euren Lieblings-Kekssausstecher und stecht alles aus. Der Ofen bleibt kalt!

Die Kekse sind super aromatisch, ich habe zudem noch ein wenig gerieben Orangenschale hineingetan. Besonders die gefriergetrockneten Beeren on top sind ein kleiner Gaumen-Salto (soweit ich das beurteilen darf). Halten tun sich diese No Bake Cookies gut gekühlt eine Woche, länger würde ich sie nicht aufbewahren. Das einzige was an den Kekse stören könnte ist, dass die Erdmandeln im Mund etwas "grisselig" sind, wisst ihr was ich meine? Sie sind nämlich nicht ganz so fein wie Mandeln und deshalb sollte man zu den Keksen ruhig etwas zu trinken bereit stehen haben ;)
Zutaten für ca. 20 Sterne:
120 g Datteln
120 g Erdmandelmehl
2 EL Kokosmehl
1 EL Ceylon-Zimt
2 EL Kakao
2 EL Wasser
1 EL Ahornsirup
1 TL reiner Vanilleextrakt 
etwas gerieben Orangenschale (BIO!)

Dekoration:
25 g Schokolade
Kakao Nibs 
Kokosraspel
Gefriergetrocknete Beeren

Zubereitung:
Datteln 15 Minuten in heißem Wasser einweichen, überschüssiges Wasser abgießen (Datteln aber nicht ausdrücken, das Wasser was sie aufgenommen haben wird auch gebraucht!). Die Datteln nun pürieren.
Mandelmehl, Kokosmehl, Kakao und Ceylon-Zimt vermischen. Das Dattelpüree, Vanille und Ahornsirup hinzufügen und miteinander verkneten. Wenn der Teig zu trocken sein sollte noch etwas Wasser oder (Pflanzen-)Milch zufügen.
Den Teig ausrollen und mit einer beliebigen Form ausstechen.
Schokolade schmelzen und die Rohkost-Kekse damit besprenkeln oder Tupfen setzen und mit Kakao Nibs, Kokosraspel oder gefriergetrockneten Beeren bestreuen.
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Mittwoch, 22. November 2017

Handzahm & Schokoladig: Wolfszähne [Ein Weihnachtsgebäck]

Hände hoch, wer hat schon mal von dem Gebäck Wolfszähnen gehört?
 Mir sagte diese Plätzchensorte herzlich wenig als ich neulich zum ersten Mal darüber gestolpert bin auf der Suche nach interessanten Backformen. Dieses Wolfszahnblech habe ich bei Hagen Grote entdeckt.
Praktischerweise war der Backform bzw. dem Backblech eine Rezeptkarte beigefügt, welches super einfach ist: Wie bei einem Kuchenteig schlägt man erstmal Butter, Zucker und Eier auf. Dann kommt das Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz dazu und wird ganz kurz untergerührt. Bloß nicht zulange rühren, es heißt zwar Rührteig aber das Rühren sollte man nur im ersten Schritt bei der Vermengung von Butter, Eier und Zucker ausgiebig tun. Sobald das Mehl ins Spiel kommt, dieses einfach nur grob unterrühren und den Rest mit dem Teigschaber untermengen. Den Teig gebt ihr dann auf das Wolfszahnblech. Ganz wichtig: Vorher einfetten - mit Butter oder Öl, was ich mögt.
Dann kommt die zweite Hürde, die schnell umgerannt statt gekonnt umrundet ist: Nur sehr kleine Teigkleckse auf das Blech geben und immer genügend Abstand einhalten!
Bei meiner ersten Fuhre habe ich gedacht, meine Kleckse sind klein und der Abstand groß genug, aber falsch gedacht! So hatte ich am Ende fast Keks-Baguettes, weil meine Kleckse alle ineinander gelaufen sind. Der Backofen hat auch noch was abbekommen - also auch genügend Abstand zum Ende der Backform halten! Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, macht nur zwei Kleckse pro Reihe, wer das Risiko liebt und lebt, nimmt drei Kleckse! Aber ich übernehme keinerlei Verantwortung, wenn was daneben geht 😉
Das Wolfszahn-Backblech
Ein Stein darf euch dann erst vom Herzen fallen, wenn ihr das gefüllte Blech in den Ofen bugsiert habt und ein Großteil der Backzeit um ist, die Kekse also nicht mehr auseinanderlaufen, sondern nur bräunen 😉 Das Herauslösen der Wolfszähne ist übrigens super easy, macht es am besten mit einer Teigkarte oder weichen Teigschaber, damit die Beschichtung nicht leidet. Wenn die Kekse ausgekühlt sind, geht es ans Verzieren! Wenn Schokolade im Spiel ist, kenne ich ja kein Halten mehr, bei zwei verschieden Sorten, also weiße und dunkle Schokolade und noch Streusel und Kokosraspel im Spiel sind, eskaliert es bei mir! Dann tunke ich da und besprenkel dort, rolle mich die Kekse durch die Kokosraspel und werfe Streusel über die Kekse. Das kann kein fünfjähriges Kind besser 😉

Zutaten für 40-50 Stück (2-3 Fuhren)
Für den Teig:
3 Eier
225 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
135 g Butter
250 g Dinkelmehl Typ 630 (Original:Weizenmehl)
1 Msp Backpulver
1 Prise Salz 

Dekoration:
150 g Vollmilch-oder Zartbitterkuvertüre
100 g weiße Kuvertüre
Kokosraspel
Schokostreusel

Zubereitung:
Die Butter aufschlagen. Zucker, Eier und Vanillezucker einrieseln lassen und weiter aufschlagen. Mehl mit Salz und Backpulver vermischen und kurz unter die Eier-Butter-Masse rühren.
Das Wolfszahnblech mit Butter einpinseln. Pro Wolfszahn genügt ein Teelöffel Teig, pro Rille auf dem Wolfszahnblech zwei, maximal drei Kleckse verteilen. Beim Backen läuft der Teig nämlich eine ganze Ecke noch auseinander! 
Die Wolfszähne bei 190° Ober-/Unterhitze 10-15 Minuten backen. Mit einer Teigkarte vorsichtig vom Blech lösen und auf einem Gitter oder Teller abkühlen lassen.
Anschließend Kuvertüre schmelzen, Schokostreusel und Kokosraspel bereitstellen und nach Herzenslust dekorieren.

Samstag, 18. November 2017

Low Carb Brötchen mit Hanfsamen

Früher fand ich Low Carb schon etwas doof. Hauptsächlich weil Low Carb Gerichte oft sehr fettig sind. Mir ist zum Beispiel mal ein Rezept für Hackfleisch-Buletten-Auflauf mit Sahne, Eiern und Käse überbacken begegnet. Und dann heißt es ja, man kann mit Low Carb abnehmen :D Aber das verrückte ist ja, dass das echt hinhauen kann, wenn man Erfahrungsberichte liest ;)
Nun ja, diese Low Carb Brötchen sind zum Glück nicht so fettig und es stecken vor allem die guten ungesättigten Fettsäuren darin. Nämlich die aus den Chiasamen, Erdmandelmehl und den Hanfsamen. Rezepte für Low Carb Brote ohne Eier habe ich bisher noch nicht gesehen, also habe ich mich hier an das Rezept gehalten und zwei Eier hineingetan ;)
Wie in dem Life Changing Bread sind auch hier Flohsamenschalen enthalten, die für die Bindung sorgen.

Die Brötchen sind von der Konsistenz tatsächlich genauso luftig wie normale Brötchen! Geschmacklich auch prima, vor allem wenn man bedenkt, dass es glutenfrei ist. Meine bisherigen glutenfreien Backversuche (was Brot angeht) waren geschmacklich nämlich nie so berauschend gewesen. Ich habe die Brötchen meist mit einer Schokoladencreme (ja, ich weiß - nicht so low carb, aber immerhin war die ohne Palmöl ;) oder mit Käse gegessen.
Zutaten für 4 Brötchen:
150 g Quark
2 Eier, getrennt (!)
1 EL Chiasamen
2 EL Erdmandelmehl (Mandelmehl geht auch)
4 EL Flohsamenschalen
1/2 Pck. Backpulver
1 Prise Salz
20 g Hanfsamen
oder für die süße Variante: 20 g Kakao Nibs

Zubereitung:
Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Die restlichen Zutaten verrühren, das Eiweiß unterheben und den Teig kurz ruhen lassen, fünf Minuten reichen schon. Den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig vier gleichgroße Kugeln formen, auf ein Backblech setzen und 30 Minuten backen. Falls die Brötchen zu dunkel werden sollten mit Alufolie abdecken. Aus dem Ofen holen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Entweder frisch verzehren oder einfrieren und bei Bedarf auftauen.
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Samstag, 11. November 2017

Apfel-Skyr-Tarte mit Kakao-Streuseln und Aussicht auf Gewinn

Jedes Jahr denke ich mir so "Puh, also ich glaube nächstes Jahr wird mir kein Apfelkuchenrezept mehr einfallen, ich habe doch schon so viele" :o
Wenn es dann im nächsten Jahr soweit ist, habe ich dann aber doch bis jetzt immer einen Einfall gehabt für ein Rezept mit Äpfeln ;) Auch wenn ich viele der Rezepte vom Blog mehrmals und regelmäßig mache (wie Baumkuchen, Butterplätzchen, Brote etc.), muss ich auch regelmäßig einfach was Neues ausprobieren! Diese Art Tarte ist anders insofern, dass Skyr mit in die Creme kommt. Bisher habe ich Tartes meist mit Füllungen gemacht, die Eier enthielten (wie die Birnen-Tarte oder die Apfel-Tarte). Die heutige Tarte-Creme enthält dagegen kein Ei. Für einen netten Kontrast zwischen hellen Boden und Füllung habe ich mich dann für Kakao-Streusel entschieden.

Inspiriert hat mich die sommerliche Aprikosen-Tarte mit Skyr von Andrea vom Blog Zimtkeks & Apfeltarte. Sie verlost zur Zeit eine Kitchen Aid Black Tie. Natürlich nicht einfach so. Sie feiert ihren 5. Bloggeburtstag und man muss sich schon ein sehr gutes Rezept ausdenken ;) Einen Lieblingskuchen quasi und ich finde diese Apfel-Tarte mit Kakaostreuseln und Skyr weist ein erhöhtes Lieblingskuchenpotential auf!
Von daher versuche ich einfach mein Glück, vielleicht ist es mir hold :D
Für Euch gibt es aber jetzt erstmal das Rezept!
 Zutaten für eine 24er Tarte-Form voll mit Apfel-Kakao-Skyr-Glück: 
Teig:
200 g Mehl (bei mir je 100 g Dinkelmehl Typ 630 und 1050)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
50 g weiche Butter
50 g Zucker
100 ml Milch

Skyr-Creme:
200 g Skyr natur
200 g Schmand
50 g Zucker
25 g Vanillezucker
1 EL Vanillepuddingpulver (oder Stärke)
1 TL Zitronenabrieb
1 TL Vanilleextrakt

3-4 Äpfel (Birnen sind auch klasse!)

Streusel:
80 g Mehl
20 g Kakao
25 g Zucker
25 g Zimtzucker
50 g Butter 
2 EL Milch

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig miteinander verkneten und für 15 Minuten kaltstellen.
Währenddessen Skyr mit Schmand glattrühren, Zucker und die restlichen Zutaten zufügen und verrühren.
Für die Streusel alle Zutaten zu einer bröseligen Masse (also Streusel) verkneten. 
Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Viertel fächerartig einschneiden.

Nun die Kuchenform mit Butter einfetten. Mit dem Teig die Form auskleiden, auch einen Rand formen. Anschließend die Skyr-Creme darübegießen. Die Äpfel kreisförmig anordnen. Zum Schluss mit den Streuseln bestreuen.

Die Tarte bei 175° C Ober-/Unterhitze für 35-40 Minuten backen.
Vor dem Anschneiden unbedingt gut abkühlen lassen, meintwegen auch über Nacht.


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Samstag, 4. November 2017

Westfälische Stuten- oder Kiepenkerle [Werbung]


So viele Bezeichungen wie für den Stutenkerl gibt es wahrscheinlich für kein anderes Gebäck. Im Münsterland heißt er unter anderem auch Kiepenkerl, Backsmann oder auch mal Klaaskerl. Stutenkerl ist eher in Niedersachsen oder Meck-Pom geläufig. An der niedersächsischen Elbe, bis hoch nach Cuxhaven kann einem schon mal die Bezeichnung Kaiten Jais zu Ohren kommen. Im westlichen Ruhrgebiet hört der süße Gebäckmann eher auf den Namen Puhmann bzw. je nach Dialekt Buckmann. Im nördlichen Ruhrgebiet dagegen Ditz. In Hessen, Baden-Württemberg nennt man den Adventsboten dagegen Weckmann oder auch mal Weggboop (im Rheingau). Ganz im Süden heißt er Klausenmann (zwischen Donau und Lech) oder Baselmann (Breisbach). Unsere Nachbarn aus der Schweiz tauften ihn eins auf den Grittibänz oder vereinzelt auch mal Grättimaa (Basel) oder Elggermaa (Zürich). In Luxembourg essen die Menschen Boxemännchen, im Elsass Manele und in Lothringen Jean Bonhomme. Auch in den Niederlanden ist das Gebäck unter mehren Namen bekannt:  Buikman, Wekkeman, Piepespringer oder auch Ziepesjprengert.

Man sieht - es gibt zig verschiedene Namen. Oft sind sie sich sehr ähnlich und nur dem Dialekt angepasst. Was die "Verzehrszeit" angeht: In Münster begegnen mir die dortigen Kiepenkerle schon seit Mitte Oktober in den Bäckereiauslagen. Während sie vielerorts eher ein Adventsgebäck sind, werden sie in Westfalen und Hessen schon zum Martinstag verspeist. Gebacken werden die Hefekerle zu Ehren des Bischof Martin gebacken.

Von den Zutaten her ist der Stutenkerl keine Mann mit Ansprüchen: Mehl, Hefe, Zucker, Fett - ein ganz normaler Hefeteig. Der wird in die typische Form gebracht. Hierbei kann man auch auf einen Stutenkerl-Ausstecher zurückgreifen oder aber frei Hand arbeiten. Ich habe hier auf die Ausstecher von Birkmann zurückgegriffen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Tonpfeifen, die als männliches Symbol gelten beim Stutenkerl, hat Birkmann im Sortiment. Diese halten Temperaturen bis 200° C aus und können somit mitgebacken werden.
Stutenkerl-Ausstecher und Tonpfeifen von der Firma Birkmann
Bei der Lieferung des Ausstechers und der Tonpfeifen wurde auch direkt ein Rezept für den Stutenkerl mitgeliefert. Dieses enthält keine Hefe, sondern ist auf Quark-Öl-Basis. Da ich Hefe zeitweise mal mehr und mal weniger gut vertrage, habe ich gerne auf die Alternative zurückgegriffen. Beim Quark-Öl-Teig entfällt außerdem die Gehzeit und beim Backen verliert der Weckmann nicht so schnell die Form. Hefeteig kann ja manchmal beim Backen richtig ausarten ;)

Die Stutenkerle habe ich für meine Familie gebacken. Da keiner begeisterter Rosinenesser ist, habe ich statt der Rosinen, die beim Stutenkerl Auge, Mund und Knopfleiste bilden, Schokotropfen genommen. Achtet darauf, dass diese backfest sind, sonst verlaufen die Augen beim Backen! Eigentlich sind Schokotropfen aber immer backstabil. 

Da der Teig bei mir nach fünf großen Kiepenkerlen immer noch nicht aufgebraucht war, habe ich noch meinen Lebkuchenmann-Ausstecher rausgeholt und kleine Stutenkerle ausgestochen. So hatte ich am Ende eine große Stutenkerl-Familie!
Der typische westfälische Kiepenkerl mit Tonpfeife, Rosinen und Halsschmuck

Zutaten für 5 große und 4 kleine Stutenkerle:
475 g Dinkelmehl Typ 630
1/2 Pck. Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Zimt
1/2 TL gerieben Zitronenschale
1/2 TL Vanilleextrakt
250 g Magerquark
80 ml Milch
70 ml Rapsöl
125 g heller Rohrzucker

Zubereitung:
Quark, Milch, Zucker, Öl, Zitronenschale, Zimt und Vanille verrühren. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und kurz unterkneten, sodass ein glatter Teig ensteht. Den Teig in zwei Teile teilen und jeweils auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Mit einem Stutenkerl-Ausstecher große Weckmänner ausstechen. Die kleinen Stutenkerle kann man mit einer Lebkuchenmann-Form ausstechen. Entweder mit Rosinen oder mit Schokotropfen Augen, Mund und Knopfleiste legen und vorsichtig auf ein Backblech setzen.
Die Stutenkerle mit den Tonpfeifen vor dem Backen

Im Ofen bei 200° Ober-/Unterhitze 15 Minuten backen bis sie leicht gebräunt sind. Sie dürfen wirklich nicht zu braun sein, sonst werden sie trocken!
Während des Backens gehen die Stutenkerle noch ganz schön auf!
Sie schmecken frisch am besten, können aber auch eingefroren und nach Bedarf aufgetaut werden!

*Der Stutenkerl-Ausstecher und die Tonpfeifen von Birkmann wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich bin diese Kooperation eingegangen, weil ich seit Jahren Produkte der Firma Birkmann nutze und bisher immer zufrieden war. So auch mit den mir zugesandten Produkten. Vielen Dank dafür!


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